Angelika Birck 16.11.1971 - 7.6.2004 FrontPage RecentChanges Index News Contact CV Publications Definitions Obituaries Gallery Poetry Links Help |
ObituariesBehandlungszentrum für Folteropfer (BZFO) Mit Erschütterung und großer Trauer nehmen wir Abschied von unserer sehr geschätzten Kollegin, Dr. phil. Angelika Birck. Geboren und aufgewachsen in Österreich, schloss sie 1994 ihr Psychologiestudium in Innsbruck mit der Magisterprüfung ab. Im April 1998 fing sie im BZFO als wissenschaftliche Mitarbeiterin an. Diese Stelle wurde von Anfang an von der Hamburger Stiftung zur Förderung von Wissenschaft und Kultur durch Jan Philipp Reemtsma gefördert. Angelika Birck hatte erst vor kurzem eine dreijährige Verlängerung ihrer Stelle unterschrieben. Neben ihrer Arbeit im BZFO machte sie eine Ausbildung zur Verhaltenstherapeutin. In den sechs Jahren der gemeinsamen Arbeit lernte das BZFO neben ihrer fachlichen Kompetenz noch viele andere Qualitäten kennen und schätzen: ihre Kollegialität, ihre Integrität, ihre Loyalität, ihre Besonnenheit und ihren Humor. Auf jeden Menschen ging sie mit der ihr eigenen Offenheit und Freundlichkeit zu. Sie scheute keinen Konflikt und sprach Probleme sehr offen an. Dabei wurde sie nie verletzend, sondern setzte sich mit großer Objektivität dafür ein, dass es zu einem positiven Ergebnis für alle Beteiligten kam. Aufgrund dieser Qualitäten wurde sie im März 2004 zur Betriebsrätin gewählt. Ihr plötzlicher Tod bedeutet für uns in persönlicher und fachlicher Hinsicht einen noch gar nicht zu fassenden Verlust. Im Behandlungszentrum für Folteropfer hinterlässt ihr Tod eine bleibende Lücke. Deutsche Gesellschaft für Verhaltenstherapie (DGVT) Tief betroffen sind wir über den plötzlichen Tod unserer jungen Kollegin Dr. Angelika Birck. Ihr Tod hinterlässt sowohl bei uns als KollegInnen als auch bei den KlientInnen, die sie behandelte, eine große Lücke. Ihre Kollegialität, ihre Beharrlichkeit, ihr Engagement in der Therapeutischen Arbeit mit traumatisierten Menschen, ihren Humor sowie ihre stets präsente und doch zurückhaltende Art werden wir sehr vermissen! Die Mitarbeiterinnen des Ausbildungszentrums Berlin der Deutschen Gesellschaft für Verhaltenstherapie Forum Qualitative Sozialforschung (FQS) Unsere Autorin Angelika Birck ist tot. Sie starb - ganz plötzlich - am 7. Juni 2004 im Alter von 32 Jahren. Ihr Tod hat uns sehr bewegt. Ihr wissenschaftliches, praktisch-psychologisches und persönliches Engagement galt vor allem der Hilfe für Opfer von Gewalt - sexualisierter Gewalt und Folter-Opfern. Für unsere FQS-Debatte "Erfolgreich Sozialwissenschaft betreiben - Ethnographie der Karrierepolitiken einer Berufsgruppe" [Vol. 4, No. 2 (Mai 2003)] schrieb sie diesen Text mit dem Titel "Laura promoviert. Eine Satire in sieben Aufzügen". Sie kennzeichnete den Text damals als "rein literarisch und fiktiv" - was er naturgemäß nicht war. Er repräsentiert vielmehr ziemlich minutiös ihr Erleben der Geschichte ihres Promovierens im Dschungel der Bürokratie und des gutsherrlichen Gehabes in universitären Milieus in zwei Ländern. Von dieser Geschichte hatte ich einige Etappen mitbekommen und habe sie ermutigt, ihre "literarische Verarbeitung" als Text in unserer FQS-"Debatte" zur Ethnographie sozialwissenschaftlicher Milieus herauszubringen. Im Angesicht ihres plötzlichen Todes und ihrer kurzen Lebensspanne liest sich dieser Bericht noch einmal bedrängender. Wir sind froh und stolz, sie als Autorin zu haben. Für die FQS-Redaktion: Franz Breuer Forum Qualitative Social Research (FQS) Our author Angelika Birck has passed away. She died suddenly on June 7, 2004 at the age of 32. Her death moved all of us very deeply. She dedicated her professional and personal efforts to victims of violence and torture. To FQS she contributed the text entitled "Laura's doctorate" under the section FQS Debates "Doing successful research in the social sciences—Ethnography of the Career Politics of an Occupational Group." She described the text as "literary and fictitious"—which it of course wasn't. It describes her experience in details while trying to earn her doctorate in the bureaucratic jungle of universities in two countries. When I learned about her troubles I encouraged her to publish a literary account of her story in our FQS Debate on ethnography in the social sciences. Now facing her sudden death and short life span this account is even more meaningful. We are glad and proud to have her as an author. Franz Breuer on behalf of the Editorial Staff Zeitschrift für Psychotraumatologie und Psychologische Medizin (ZPPM) Wenige Tage nach Drucklegung dieses Heftes der ZPPM erhielten wir die alle erschütternde Nachricht von dem plötzlichen Tod der Herausgeberin dieses Bandes, Frau Dr. Angelika Birck. Mit großer Betroffenheit müssen wir Abschied nehmen von einer sehr engagierten Psychologin, die nicht nur in der Arbeit mit traumatisierten Flüchtlingen über Jahre Enormes leistete, sondern auch die ZPPM von der Geburtsstunde an unermüdlich unterstützte. Die Zusammenarbeit mit Frau Dr. Birck war vorbildlich: Mit höchster Fachkompetenz, Sorgfalt und bemerkenswerter Kollegialität bereicherte sie die ZPPM mit ausgezeichneten Beiträgen. Frau Dr. Angelika Birck hinterlässt sowohl menschlich als auch fachlich eine Lücke, die nicht zu schließen ist. In tiefer Trauer, Dipl.-Psych. Christiane Eichenberg, Redaktion der ZPPM, und Prof. Dr. Gottfried Fischer, Geschäftsführender Herausgeber der ZPPM (2. JG. (2004) Heft 2) International Rehabilitation Council for Torture Victims (IRCT) It was with great sorrow that the IRCT received the news of the death of Angelika Birck on 7 June. Angelika Birck was a research psychologist at the Center for the Treatment of Torture Victims (BZFO) in Berlin, Germany. She died completely unexpectedly at the age of 32. Angelika Birck was an extraordinarily gifted young woman and highly respected among the BZFO staff and among her colleagues in the trauma field. She has been in charge of research at the BZFO for the past six years and she has published widely, both in Germany and internationally, including articles in the IRCT journal Torture. Her special field of research was dissociative memory disturbances which create a serious handicap for torture survivors in asylum hearings. One of her most outstanding publications was her study on biased medical evaluations of traumatised Bosnian refugees, undertaken by German police doctors. Angelika Birck was a very pleasant and active person. She will be remembered for her kindness and skills, and her achievements will serve as inspiration for the staff at BZFO and other rehabilitation centres for torture victims. Her sudden death came as a shock to all who knew her. There was a mourning ceremony at the BZFO on 24 June, and she was buried in her home town of Dornbirn in Austria on 26 June. Dr Bhogendra Sharma, President IRCT Zentrum zur sozialmedizinischen, rechtlichen und kulturellen Betreuung von Ausländern und Ausländerinnen in Österreich (Zebra) Angelika Birck war seit 1998 wissenschaftliche Mitarbeiterin im Behandlungszentrum für Folteropfer Berlin und hatte sich in dieser Zeit eingehend und in zahlreichen mit der Behandlung von traumatisierten Flüchtlingen und damit verbundenen Problemfeldern befasst. Als sie im Jahr 2002 den Verein Zebra mit dem Wunsch nach Kontaktaufnahme und fachlicher Vernetzung kontaktierte, war es für uns einerseits eine große Ehre, andererseits ein bleibender Eindruck, eine knapp 30jährige, extrem offen auf uns zugehende Frau kennen zu lernen, der wissenschaftliche Eitelkeiten und Attitüden völlig fremd waren. Ihrer Arbeit, die vom Hamburger Institut für Sozialforschung von Jan Phillip Remtsma gefördert wurde, lag stets die Verbindung von profundem wissenschaftlichem Fachwissen und einem gleichzeitigen unabdingbaren politischen Diskurs zu Grunde. Ihr Engagement, das von Anfang ihrer wissenschaftlichen Karriere an den Opfern von Gewalt galt, ließ sie auch zu "brisanten" Themen Stellung beziehen und ihre oft unspektakuläre, kompetente Art bleibt uns in wohltuender Erinnerung. Sie wird sowohl in fachlicher wie auch in persönlicher Sicht eine Lücke hinterlassen, die nicht zu schließen ist. generated with HeyHeyWickie. |